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Therapiekonzept: Mobil im Alter
Für das Therapiekonzept „Mobil im Alter“ schlagen wir eine gezielte Kombination von Therapiemaßnahmen vor, um die Mobilität, Kraft und Koordination unserer Patienten zu verbessern. Dabei ist die Krankengymnastik am Gerät (KGG) ein zentraler Bestandteil.
Unser Trainingsplan sieht ein zweimal wöchentliches Training vor, das auf spezifische Bedürfnisse und Fähigkeiten der Patienten abgestimmt ist.
Ablauf Therapie:
1. Aufklärungsgespräch
Der Patient wird umfassend über die Therapie informiert. Die eigentliche Therapie beginnt erst nach der Zustimmung des Patienten.
2. Biomechanische Analyse
Auf Grundlage der Ergebnisse wird der Therapieplan für das Grundlagentraining erstellt.
3. Neurokognitive Analyse
Auf Grundlage der Ergebnisse wird das neuromuskuläre Training geplant.
4. Start der Trainingstherapie
Ab jetzt durchläuft der Patient mehrere Phasen der Therapie. Am Ende eines jeden Therapieabschnitts erfolgt eine erneute Ganzkörperanalyse, gefolgt von einer Neuausrichtung der Therapie.
5. Abschluss der Therapie
Gemeinsam mit dem Patienten werden die Therapieergebnisse evaluiert. Diese Ergebnisse dienen dem Patienten und dem behandelnden Arzt und bilden die Grundlage für die weitere Therapienachsorge.
Therapienachsorge
Der Therapeut und der Patient erarbeiten gemeinsam die Rahmenbedingungen, damit der Patient eigenverantwortlich und erfolgreich weitertrainieren kann.
Krafttraining
Das Ziel ist der Erhalt und der Aufbau von Muskelmasse. Übungen mit Gewichten und an Geräten werden eingesetzt, um die großen Muskelgruppen zu stärken.
Beweglichkeitstraining
Durch gezielte Dehnübungen und Mobilisationstechniken wird die Flexibilität der Gelenke und Muskeln verbessert, um die allgemeine Beweglichkeit zu erhöhen.
Ziele
Aufbau und Erhalt der Muskelmasse sowie Verbesserung der Beweglichkeit.
Koordination und Kognition
Dieses Training fokussiert sich auf die Verbesserung der neuromuskulären Fähigkeiten, indem sowohl die koordinativen als auch die kognitiven Fähigkeiten geschult werden.
Gang- und Bewegungsmuster
Spezielle Übungen helfen dabei, die neu gewonnene Kraft und Beweglichkeit in Alltagsbewegungen zu integrieren. Dies schließt das Training von Geh- und Bewegungsmustern ein, um die Sicherheit und Effizienz der Bewegungen im täglichen Leben zu steigern.
Ziele
Verbesserung der koordinativen und kognitiven Fähigkeiten, insbesondere durch das Training von Gang- und Bewegungsmustern.
Therapieaufbau
Unser Therapieansatz gliedert sich in zwei Hauptkomponenten: das Grundlagentraining und das Neuromuskulärestraining.
Der Therapierhythmus besteht aus zwei Einheiten Grundlagentraining gefolgt von einer Einheit Neurotraining. Diese doppelte Fokussierung auf das Grundlagentraining ist notwendig, um die Muskulatur gezielt zu fordern und eine ausreichende Therapiedichte zu erreichen, die für den Muskelaufbau entscheidend ist. Anschließend gönnen wir dem Patienten eine Regenerationspause, in der sich der Körper erholen kann.
Während dieser Erholungsphase legen wir den Schwerpunkt auf das Neuromuskulärestraining. Hier arbeiten wir gezielt an der Verbesserung kognitiver und koordinativer Fähigkeiten. Die dabei erlernten Übungen sollen über die gesamte Woche hinweg eigenständig fortgeführt werden, um die neuen Fähigkeiten nachhaltig zu festigen und zu verbessern. Die Neuroübungen begleiten somit das Grundlagentraining bis zur nächsten Neurotrainingseinheit.
Erst nach einer weiteren Neuromuskulären Einheit führen wir einen neuen Test durch und passen die Herausforderungen entsprechend an. So gewährleisten wir eine kontinuierliche Steigerung der Fähigkeiten und eine optimale Unterstützung des Patienten auf seinem Weg zu mehr Beweglichkeit und Stabilität.
Ziele des Trainings
Durch regelmäßiges Krafttraining wird die Muskelkraft gesteigert, was zu einer besseren körperlichen Leistungsfähigkeit und Ausdauer führt.
Beweglichkeitstraining fördert die Flexibilität der Muskeln und Gelenke, was das Risiko von Verletzungen und Bewegungseinschränkungen verringert.
Neuromuskuläres Training verbessert das Gleichgewicht und die Koordination, was das Sturzrisiko erheblich reduziert.
Übungen zur Förderung der kognitiven Fähigkeiten unterstützen die geistige Fitness und tragen zur allgemeinen Lebensqualität bei.
Durch das Training von Gang- und Bewegungsmustern können Patienten ihre neu gewonnene Kraft und Beweglichkeit besser in alltägliche Aktivitäten umsetzen, was ihre Selbständigkeit und Mobilität verbessert.